Niemals Abba 4
Dez10
Um es gleich vorneweg zu sagen: Ich mag Abba nicht! Als ich sechs Jahre alt war habe ich meine erste Schallplatte (ja, Schallplatte) gekauft, weil im Radio immer so ein schöner Song lief. Die Band hieß Abba, der Song hieß “Super Trouper”, das Album auch. Aber wie vorneweg geschrieben, die Geschichte hatte kein Happy End…
Die Sechsjährige schenkte das Album ihrem Vater und erwarb prompt Didi Hallervordens Single “Du, die Wanne ist voll”. Mir war diese zuckergussüberglänzte Popmusik mit Chorgesang mein Leben lang suspekt. Ansichten wie “perfekt komponierte und inszenierte Popsongs” konnte – und wollte – ich nicht teilen. Damit hätte die Geschichte eigentlich ein Ende haben können, wenn nicht die bessere Hälfte vor ein paar Jahren ein neues Album des schwedischen Funk-Posaunist Nils Landgren (Bild oben) nach Hause gebracht hätte. “Funky Abba” heißt das gute Stück, mit dem ich fortan über Wochen bei jeder gemeinsamen Autofahrt beschallt wurde.
Ich weiß bis heute nicht, ob es schlicht Gehirnwäsche war, auf jeden Fall ist dieses Album für mich ein liebevoller Geniestreich: Die zuckersüßen Popsongs der Veteranen einmal durch den Groove der Funk Unit geschreddert, ihnen ein paar Jazz-Harmonien verpasst und etwas Retro-Feeling. Auf einmal habe ich verstanden, was an den Songs von Abba so besonders sein soll: Sie werden in anderen Arrangements schöner und jetzt auch für mich. “Knowing Me, Knowing You” und “Thank You For The Music” sind seitdem Songs, die bei mir als altem Abba-Hasser ganz oben auf der Liste der absoluten Lieblingstitel stehen.
Fotos: ACT Music
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– ich in Wahrheit Abba gut leiden mag, ist Dein Tipp erste Sahne. Ich habe in das Album reingehört und finde es genial!
Da hat die Hirnwäsche der besseren Hälfte doch funktioniert.
Die neue Nils Landgren ist übrigens auch der Hammer!
Hallo Andy, ich bin ganz deiner Meinung, was das neue Album “Funk For Life” betrifft! Nebenbei kommt ein Euro der Einnahmen auch noch der Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” zugute.
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