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  • am 17.06.2010
  • um 03:55 PM
  • von tobih

Christina Aguilera – Bionic 0

Jun17

Nach längerer Babypause und einem Jahr Basteln am neuen Album ist es endlich soweit: “Bionic“ ist da. An den 18 Songs hat Christina Aguilera zu einem Großteil mitgeschrieben und ist deshalb auch besonders aufgeregt, wie das Werk wohl ankommt.

Dass sich “Bionic“ deutlich von seinen Vorgängern unterscheidet, hört man schon beim Eröffnungssong. Mit Computersound und vielen Elektroelementen wird schnell klar, woher die mögliche Versagensangst von Christina schürt: denn dieser Stil klingt anders als das, was wir von ihr kennen. Auch die erste Singleauskopplung “Not Myself Tonight“ lässt kaum etwas von Hits wie “Candyman“ oder “Hurt“ übrig.

christinasexy Christina Aguilera   BionicVon der futuristischen Einleitung sollte man sich aber keinesfalls abhalten lassen, das gesamte Album anzuhören, denn schon wenige Songs später ist das zum größten Teil durchaus gelungene Klangexperiment bereits beendet.

Ein von Aguilera eingesprochenes Intro leitet zum aktuellen R´n´B-Dance-Sound über und bringt mitreißende Tracks. Vor allem “Prima Donna“ geht schnell ins Ohr.

Im Anschluss hieran verbreitet sich bei “Morning Dessert“ und “Sex For Breakfast“ eine eher erotische Stimmung. Die Songs erinnern mit ihrem gehauchten Gesang sehr an Mariah Carey, was dem ganzen aber kein Abbruch tut.

Ebenfalls ruhig aber mit weniger Sex geht es weiter und Christina Aguilera präsentiert sich von ihrer stimmgewaltigen, gefühlvollen Seite. Die Ballade “Lift Me Up“ stammt aus der selben Feder wie das berühmte “Beautiful“ (Linda Perry) und ist mindestens genauso schön.

Nach einem weiteren kurzen Intro, das eine Kostprobe von Christinas zweijährigem Sohn und seinem Gesangstalent gibt, geht es emotional weiter. “All I Need“ hat Christina nämlich dem Kleinen gewidmet. Auch die nächsten beiden Titel “I Am“ und “You Lost Me“ strotzen nur so vor Gefühl und überzeugen mit Streichern und Klavier.

Mit sehr viel mehr Tempo, coolen Beats und dem momentan beliebten Dancesound a lá Lady Gaga überzeugen auch die letzten drei Tracks: “I Hate Boys“, “My Girls“ und “Vanity“ sind deutlich weniger futuristisch als die anfänglichen Songs, sie reißen mit und sind sehr eingängig!

christina Christina Aguilera   Bionic

Fazit:

Auch wenn einige Songs, speziell am Anfang, etwas gewöhnungsbedürftig klingen ist das Album insgesamt dennoch absolut hörenswert und bietet für jeden etwas: futuristischer Sound, rockiger R´n´B-Klang, gefühlvolle Balladen, Dancebeats und natürlich jede Menge Sex!

Vor allem stimmlich traut sich Christina einiges. Dass sie singen kann wissen wir inzwischen alle, vermutlich ist sie sich deshalb auch nicht zu schade neben grandiosen Balladen, wo ihr Stimmvolumen toll zur Geltung kommt, einen Song auch einfach mal nur zu sprechen oder in hoher Kopfstimme zu hauchen.

Meiner Meinung nach ist “Bionic“ ein wirklich gelungenes Album!

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