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  • am 27.09.2011
  • um 04:12 PM
  • von marion

“Can’t stand the silence” – Erstes Soloalbum von Reamonn-Sänger Rea Garvey 0

Sep27

Reamonn-Frontmann Rea Garvey wagt einen musikalischen Alleingang. Herausgekommen ist sein Solo-Album “Can’t Stand The Silence”, es erscheint am 30. September 2011.

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Puh, aufatmen und endlich die Gewissheit: Um den charismatischen Iren und Wahl-Hessen Rea Garvey, bislang bekannt als Sänger und Frontmann der Rockband Reamonn, bleibt es nicht länger still! “Can’t stand the silence” heißt sinnigerweise sein Erstlingswerk und Soloalbum, was am 30.09.2011 erscheinen wird.

Dabei befürchtete die Fangemeinde schon Schlimmes, als die Mitglieder von Reamonn im August 2010 verkündeten, man wolle sich nach elf Jahren Bandgeschichte trennen. Diese Nachricht ist erfreulicherweise von der Band selbst dementiert worden. Von Trennung der deutsch-irischen Formation sei keine Rede, man wolle lediglich eine längere schöpferische Pause nehmen.

Rea Garvey 3.0

Diese Auszeit von gut eineinhalb Jahren hat Rea nun für sich, für sein Sich-Finden und seinen musikalischen Alleingang sehr wirkungsvoll genutzt. Sein Soloalbum hat dabei einiges an Überraschungen zu bieten. Für mich ist ihm der Spagat gelungen, zwar auf den Wurzeln Reamonns aufzusetzen, sich aber gleichzeitig und gekonnt von genau dieser Stilrichtung weitestgehend zu lösen, um seine persönliche Sicht der musikalischen Dinge sehr experimentierfreudig weiterzuentwickeln. Daher: Selten klingt Rea wie Reamonn, sondern er schlägt neue, interessante und sehr hörbare Töne an.

Auch, wenn es seinen Songs vielleicht an den kernigen Ecken und Kanten eines knallharten Rock’n Rolls fehlen mag, die Garvey-Songs haben Tiefe, Einprägsamkeit, Kraft und Energie. Sie machen dort weiter, wo der gelernte Reamonn-Sound à la „Supergirl“ endet. Das Spektrum seiner stilistischen Ausrichtung ist dabei schon eher größer ausgelegt, er bewegt sich mal in Richtung der großen irischen Vorbilder U2, mal in Richtung Synthie-Pop und setzt natürlich auch gekonnt auf schlichte und auf seine Stimme fokussierte Singer-Songwriter-Effekte.

Die erste Auskopplung und gleichnamige Single „Can’t Stand The Silence“ ist dabei eine Mixtur von eben all diesem. Rea spielt sehr melodiös mit dem, was er musikalisch schätzt: Pop-Rock, ein wenig Elektronik, ein kluger Text und ein großer Refrain.
Die Single ist eine Gemeinschaftsproduktion mit Andy Chatterly, der bereits mit Größen wie Kylie Minogue oder Kanye West zusammengearbeitet hat.

“Sorry Days” und “Save a life” lassen aus meiner Sicht echt aufhorchen und gehen direkt ins Ohr. “Hole in my heart” setzt in der Ausstrahlung noch eins drauf, weil es eine wunderschön vorgetragene Ballade ganz in der guten, alten Tradition von U2 ist.
Ein bisschen mehr hätte ich mir von “My Child” gewünscht. Als ich hörte, Rea macht ein Duett mit Xavier Naidoo war ich schon sehr gespannt und voller Vorfreude auf das Zusammentreffen dieser beiden großartigen Stimmen. Aber leider agiert Xavier sehr reduziert –fast schon im Hintergrund. Schade, die beiden hätten stimmlich ruhig ein wenig mehr auf die Schippe packen können.

Aber alles in allem ist “Can’t stand the silence” sehr gut gelungen und die Songs sehr eingängig, neu und doch typisch Rea Garvey – schön!

Tracklist
1. Take your best shot
2. Can’t stand the silence
3. Sorry days
4. Colour in me
5. Heart of an enemy
6. Hole in my heart
7. How I used to be
8. I am
9. My child
10. Save a life
11. End of the show

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